Dienstag, 15. Januar 2008

Wohnst Du noch oder lebst Du schon?

Ja, gut, der Slogan ist ein bisschen angeberisch aber ich muss sagen, ich versteh langsam die Idee dahinter. Jetzt, wo fast alle "Verbesserungen" an meinem Zimmer abgeschlossen sind, fühl ich mich plötzlich deutlich wohler. Man sagt ja immer, Zuhause ist, wo das Herz ist, oder wie auch immer. Aber zu hause ist auch dort, wo man sich wohl fühlt. Und vor zwei Monaten hatte ich einen unmißverständlichen Traum, der mich daran erinnerte, dass ich mich im Zimmer nicht wohl fühlte.

Der Besuch im IKEA hat sich im wahrsten Sinne des Wortes ausgezahlt, denn ich habe diese Echtledercouch für unglaubliche 200 Euro bekommen. Hat was Gutes, wenn man nach Weihnachten einkaufen geht! Die kleine Kommode ist gleichzeitig Abstelltisch und fügt dringend benötigten Stauraum hinzu. Der rote Teppich und die rote Decke passen gut zum Shogun Banner (danke nochmal, Marius!) und bringen etwas mehr Stil in den Raum. Das Roy Lichtenstein Bild hängt vielleicht etwas tief, aber schließlich muss darüber noch der Projektor hin. Der Glasrahmen macht aus dem Bild was ganz Besonderes.

Die Stehlampe war eher eine spontane Entscheidung, sollte ursprünglich wo Anders hin, wird aber jetzt sicher dort stehen bleiben. Strahlt ein sehr weiches, beruhigendes Licht aus.

Die drei Filmposter über meinem Bett sollen eher ein stilistisches Gegengewicht gegen die "romantischen" Lichtensteins und das Lost in Translation Poster sein. Im rechten Eck sieht man noch die neue Position der DVD-Sammlung. Macht sich dort auch sehr gut. Ich weiß gar nicht wieso, aber der Raum ist jetzt viel beruhigender, einfach gemütlicher geworden. Der Teppich und die Bilder waren der letzte Schliff, der gestern noch gefehlt hat.

Jetzt muss ich nur noch ein Brett an der Wand befestigen, um den Projektor aufstellen zu können. Hab zwar keine Ahnung, was Heimwerken betrifft, ich vermute aber, dass ich das auch noch schaffe. Hoffentlich find ich jetzt auch Arbeit in Berlin, würde jetzt ganz gut passen. Gestern bin ich wieder mit dem Schnitt für einen Clip für das Bildungsministerium fertig geworden. Hoffentlich, geht es jetzt so flüssig und problemlos mit der Arbeit weiter.

Und Danke, Denise, für Deine Meinung und Tips, ohne Dich wärs im IKEA sicher stinklangweilig gewesen.

Samstag, 12. Januar 2008

Photoshop: Flags of our Students

Photoshop: CD-Cover


Entstehung des CD-Covers, das ich für die Militärmusik Oberösterreich erstellt habe. Die CD heißt "Flott aufg´spielt!"

Montag, 3. Dezember 2007

Review: Beowulf in 3D


Über den Film:
Die Geschichte von Beowulf ist keine leicht verdauliche Mainstream-Kost. Stellenweise sind die Motivationen der Charaktere schwer nachvollziehbar oder völlig unbekannt. Die Story macht in der Mitte plötzlich einen großen Sprung und am Ende scheinen alle gesponnen Stränge nicht ganz auf zu gehen. Da hat sicher jemand mit dem Rotstift gewütet und die Sage auf die allernötigsten Eckpfeiler reduziert. Das sind in meinen Augen gleichzeitig Schwächen aber auf eine merkwürdige Art und Weise auch Stärken des Filmes: Speziell Beowulf ist ein interessanter Charakter, der etwas mehr Tiefe erkennen lässt, als beispielsweise König Leonidas in 300. Ich bin davon überzeugt, dass es vielen Zuschauern schwer fällt, zu verstehen, worum es in dieser Geschichte eigentlich geht. Was er aus diesem Film mitnimmt, hängt vor allem vom Zuschauer ab und vielleicht hat der Film Ebenen, die wiederum mir entgangen sind, weil ich dazu keinen Bezug habe. Es gibt keine mundgerecht servierte Botschaft und damit konnte ich persönlich sehr gut leben.

Für mich war es eine Geschichte über Heldentum und Schwäche. Gibt es soetwas wie Helden, oder sind die Helden die wir verehren nur glorifizierte Idealbilder deren lebendige Gegenstücke trotz ihrer berühmten Taten innerlich genauso schwach oder in manchen Dingen noch schwächer sein können als wir selbst? Was ist ein Held? Beowulf ist ein mutiger, staker, entschlossener Mann, gleichermaßen kann er jedoch überheblich, gierig und leicht zu verführen sein. Im entscheidenden Moment beweist er jedoch wahren Mut und Aufopferung und das ist es, was ihn in Wirklichkeit zu einem Held macht, nicht seine körperliche Kraft, nicht seine laute Stimme.

"Beowulf" ist ein zumindest empfehlenswerter Film, der bei inhaltlichem Mißfallen gerade noch genug Action mitbringt, um zu unterhalten. Irritiert haben mich eigentlich nur seine etwas unschlüssige Story und Charaktere. Wenn ich so überlege, wäre es mir lieber gewesen, "Beowulf" wäre ein Realfilm gedreht worden. Die Charaktere hätten sich dadurch wahrscheinlich einen Tick echter angefühlt.


Über die 3D-Technik:
Wahrscheinlich war Robert Zemeckis Interesse an der 3D-Technik ein Faktor, weshalb der Film im Computer animiert wurde. "Beowulf" war für mich aber leider ein weiterer Beweis, dass 3D nur ein Gimmick sein sollte. Warum?

1. Es funktioniert einfach nicht so gut, wie es sollte: Bis zum Schluss konnte ich mich nicht wirklich daran gewöhnen. An Kanten mit hohem Kontrast konnte ich störende doppelte Ränder erkennen und am Ende des Filmes schmerzten meine Augen und mein Kopf leicht. Sicher: Gerade in abendteuerlichen Actionszenen macht der 3D-Effekt Spaß und kann sehr mitreißend sein, im Rest des Filmes fand ich den Effekt jedoch öfter ablenkend als begeisternd. Möglicherweise war die IMAX-Vorführung auch nicht perfekt kalibriert aber ich hatte dieses Gefühl der Ermüdung schon bei mehreren 3D-Filmen.

2. Das Bild wird beeinträchtigt: Abgesehen davon, dass das Bild nicht wirklich scharf war, zumindest nicht so, wie ich das von Digitalkino kenne, nehmen die Polarisationsbrillen sichtbar Licht weg, was dazu führt, dass das Bild dunkler und kontrastärmer wird. Als ich zuhause angekommen war, schaute ich nocheinmal den Trailer in 1080p auf meinem Monitor an und war von der Schärfe, dem Kontrast und den Farben mehr begeistert als im Kino!

3. Der Wow-Effekt lässt schnell nach: Stellenweise gelang es mir, mich ausschließlich auf die Geschichte zu konzentrieren und den 3D-Effekt zu vergessen. Der Showdown war in 3D ein Hammer aber wenn ich jetzt an den Film zurückdenke, habe ich ihn nicht anders in Erinnerung als alle anderen Filme, die ich ja bis jetzt in 2D gesehen habe. Es würde mich interessieren, was für eine Meinung die Kinogänger im Durchschnitt zu der Technik haben. Derzeit zieht es viele Menschen an, weil es neu ist. Es ist aber sehr fraglich, ob 3D noch Menschen in die Kinos locken wird, wenn das Publikum es schon ein paar mal erlebt hat.

Um ganz ehrlich zu sein: Ich glaube ich ziehe 2D vor, so lange es keine bessere Technologie für 3D gibt. Ich werde dem Konzept sicher noch mindestens einmal eine Chance geben, weil ich gerne noch einen real-Spielfilm sehen würde. Jeder sollte das natürlich für sich selbst entscheiden. Aber im Moment habe ich das Gefühl, dass man einfach noch zu viele Abstriche machen muss, die die Vorteile überschatten. Wenn ich mal "im Film drin" bin und mich die Geschichte mitreißt, dann wird es in meinem Kopf ja ohnehin "echt", wieso muss es also 3D sein?

Donnerstag, 29. November 2007

Honours Work erfolgreich abgegeben

Die Präsentation meiner Arbeit ist, so weit ich das beurteilen kann, sehr gut gelaufen. Die 30 Minuten reichten kaum aus, um einen Überblick über die Materie zu ermöglichen. Im Februar bekomme ich dann das Ergebnis.

Somit bin ich jetzt so zu sagen wieder frei. Belastend wars zeitweise schon, aber im Endeffekt hab ich nie daran gezweifelt, dass ich die Arbeit gut abschließen werde, so überheblich das vielleicht auch klingt.

Auf zu neuen Ufern!

Dienstag, 20. November 2007

Adverterrorisement



Das Video sollte für sich selbst sprechen. Es ist einer der wenigen meiner Filme, die ich als "Kunst" bezeichnen würde. Mitunter ist es ein sehr "schwerer" Film, also nichts für Zwischedurch! Er enthält sehr verstörende Bilder und ist für mich auch heute noch nicht einfach anzuzschauen, obwohl ich ihn schon 2003 geschnitten habe.

Es würde mich freuen, wenn dieser Film weitergeleitet und diskutiert würde.

Dienstag, 13. November 2007

Star Wars - Collector´s Edition

Hierbei handelt es sich um die Dokumentation, die ich 2004 zusammen mit Gabriel Danis und Marcus Rieger im Diplomkurs gedreht habe. Ich denke gerne an die Stunden zurück, die ich für den Schnitt am Final Cut gesessen habe, natürlich mit meinen Freunden im Rücken, über jede inhaltliche Entscheidung diskutierend. Aus heutiger Sicht wirkt die Doku zwar ein kleines bisschen einseitig, anschauen kann ich mir den Film aber immer noch sehr gut. Ich schätze, das ist immer die ultimative Probe: Wenn man sich ein eigenes Werk nach Jahren wieder anschauen kann, ohne vor Scham im Stuhl zu versinken, dann hat man wohl was richtig gemacht.