from Roland Öller
Hier kann man es in HD anschauen.Donnerstag, 27. August 2009
Dienstag, 11. August 2009
Montag, 6. Juli 2009
Am Bloghaus-Set
Das Kamerapraktikum und somit ein langer Monat liegt nun hinter mir. Während den Dreharbeiten arbeitete ich an den Halbtagen von 12:00 bis 20:00 Uhr und an den vollen Tagen von 09:00 bis 19:00 Uhr.
Das heißt jedoch nicht, dass ich nicht jeden Morgen wieder gerne ans Set gefahren bin, denn schließlich durfte ich dort Vollprofis bei der Arbeit zuschauen. Das war schon etwas Anderes als die Studentendrehs, die ich bisher erlebt hatte.

Meine Aufgabe bestand hauptsächlich darin, die Klappe zu schlagen, bei Bedarf mit Equipment bereit zu stehen und die Monitore für die Regie und Continuity zu betreuen. Das hieß für mich aber auch, ständig hautnah am Set mit dabei zu sein. Als "Clapper" musste ich schließlich zu Beginn jeder Aufnahme die Klappe ins Bild halten, meine kryptische Zahlenfolge aufsagen und dann möglichst schnell wieder möglichst weit aus dem Weg gehen.
Die Zahlen auf der oben gezeigten Klappe bedeuten übrigens von Links nach rechts:
Band 42, Folge 4, Szene 11, Einstellung 1, Take 1
Mein Satz lautete also: "Vier elf eins, die eins."

Es überraschte mich, dass die Kamera an keinerlei Kabel angeschlossen war. Bei den kleineren Drehs, die ich mitgemacht hatte, hing die Kamera mitunter an zwei bis drei Kabeln, da der Ton von der Tonangel direkt in die Kamera lief und auch der Kontrollmonitor per Kabel verbunden war. Bei "dasbloghaus.tv" wird der Ton wie bei jeder anderen professionellen Produktion separat aufgenommen. Das Bild für die Kontrollmonitore wird per Funk gesendet. Die Regie und die Continuity sitzen meist wenige Meter vom Dreh entfernt und schauen beim Drehen in ihren jeweiligen Monitor. Bei Außendrehs stehen die Monitore auf unserem "Magliner", sind also mobil.

"Hobi", der Kameraassistent und somit mein unmittelbarer "Chef" zieht per Funk die Schärfe. Dabei verlässt er sich immer wieder auf seine Erfahrung im Einschätzen von Entfernungen. Seine Schätzung überprüft er dann gelegentlich mit einem Laser-Messgerät. Wenn es mal für eine Nahaufnahme ganz genau sein muss, dann misst er noch ganz "oldschool" mit dem Maßband. Hobi hab ich zu verdanken, dass ich mich irgendwann am Set zu hause fühlen konnte. Überhaupt war das Team großartig. Für mich war keiner dabei, den ich nicht leiden konnte.

Neben unserem Regisseur, Peter Wekwerth, arbeitet noch unser Darstellercoach "Trotti" mit den jungen Schauspielern. Das ist auch deshalb notwendig, da die Drehs in einem enormen Tempo ablaufen müssen. Das Tagespensum ist sehr hoch. An manchen langen Tagen mussten wir Material für über 12 Minuten Folge schaffen. So ein Tempo kann man natürlich nur einhalten, wenn man Kompromisse eingeht. Für das Licht wurde ein natürlicher Look angestrebt. HMI-(Tageslicht-)Lampen erzeugten Sonnenschein, wo keiner war und Kino-Flos dienten zur Aufhellung. Außerdem wurden die Szenen meist nach dem gleichen Schema aufgezeichnet: Ein Master, also eine Totale, die Nahen (Schuss, Gegenschuss) und evtl. noch Inserts (Detailaufnahmen). Unter diesen Umständen hat es mir dann gefallen, wie Kai-Uwe Schulenburg, unser Kameramann, immer wieder spontan kreative Ideen hatte.

Trotzdem denke ich, dass das hohe Tempo und die damit verbundene Abwicklung der Einstellungen nach Schema-F der größte Feind dieser Produktion ist. Ich hatte ja mittlerweile das Glück, den Rohschnitt von vier Folgen zu sehen und gelegentlich war für mich als Cutter dann der Schnitt vereinzelt ein bisschen holprig. Das ist selbstverständlich keine Kritik an der Arbeit, die die Profis leisten sondern vielmehr ein Bedauern, dass das Budget und somit die Zeit so knapp bemessen ist. Zeit ist Geld. Vor allem beim Film.
Unter den Gegebenen Umständen kann man das Ergebnis wirklich als gelungen bezeichnen. Ich bin froh, an etwas gearbeitet zu haben, auf das man stolz sein kann.

Ich könnte jetzt noch einiges erzählen und andere Menschen dankend erwähnen, aber das würde dann den Rahmen für einen Blogeintrag definitiv sprengen. Ich habe viel gelernt und erlebt. Der einzige Wermutstropfen für mich war, dass ich mein Filmwissen und meine Fähigkeiten in dem Bereich nicht nutzen oder einbringen konnte. Auf den ersten Blick hätte man wahrscheinlich meinen können, dass ich ein blutjunger Anfänger bin. Das war jedoch ein geringer Preis dafür, bei einer vollwertigen Produktion dabei sein zu dürfen und von den "alten Hasen" lernen zu können.
Das heißt jedoch nicht, dass ich nicht jeden Morgen wieder gerne ans Set gefahren bin, denn schließlich durfte ich dort Vollprofis bei der Arbeit zuschauen. Das war schon etwas Anderes als die Studentendrehs, die ich bisher erlebt hatte.
Meine Aufgabe bestand hauptsächlich darin, die Klappe zu schlagen, bei Bedarf mit Equipment bereit zu stehen und die Monitore für die Regie und Continuity zu betreuen. Das hieß für mich aber auch, ständig hautnah am Set mit dabei zu sein. Als "Clapper" musste ich schließlich zu Beginn jeder Aufnahme die Klappe ins Bild halten, meine kryptische Zahlenfolge aufsagen und dann möglichst schnell wieder möglichst weit aus dem Weg gehen.
Die Zahlen auf der oben gezeigten Klappe bedeuten übrigens von Links nach rechts:
Band 42, Folge 4, Szene 11, Einstellung 1, Take 1
Mein Satz lautete also: "Vier elf eins, die eins."
Es überraschte mich, dass die Kamera an keinerlei Kabel angeschlossen war. Bei den kleineren Drehs, die ich mitgemacht hatte, hing die Kamera mitunter an zwei bis drei Kabeln, da der Ton von der Tonangel direkt in die Kamera lief und auch der Kontrollmonitor per Kabel verbunden war. Bei "dasbloghaus.tv" wird der Ton wie bei jeder anderen professionellen Produktion separat aufgenommen. Das Bild für die Kontrollmonitore wird per Funk gesendet. Die Regie und die Continuity sitzen meist wenige Meter vom Dreh entfernt und schauen beim Drehen in ihren jeweiligen Monitor. Bei Außendrehs stehen die Monitore auf unserem "Magliner", sind also mobil.
"Hobi", der Kameraassistent und somit mein unmittelbarer "Chef" zieht per Funk die Schärfe. Dabei verlässt er sich immer wieder auf seine Erfahrung im Einschätzen von Entfernungen. Seine Schätzung überprüft er dann gelegentlich mit einem Laser-Messgerät. Wenn es mal für eine Nahaufnahme ganz genau sein muss, dann misst er noch ganz "oldschool" mit dem Maßband. Hobi hab ich zu verdanken, dass ich mich irgendwann am Set zu hause fühlen konnte. Überhaupt war das Team großartig. Für mich war keiner dabei, den ich nicht leiden konnte.
Neben unserem Regisseur, Peter Wekwerth, arbeitet noch unser Darstellercoach "Trotti" mit den jungen Schauspielern. Das ist auch deshalb notwendig, da die Drehs in einem enormen Tempo ablaufen müssen. Das Tagespensum ist sehr hoch. An manchen langen Tagen mussten wir Material für über 12 Minuten Folge schaffen. So ein Tempo kann man natürlich nur einhalten, wenn man Kompromisse eingeht. Für das Licht wurde ein natürlicher Look angestrebt. HMI-(Tageslicht-)Lampen erzeugten Sonnenschein, wo keiner war und Kino-Flos dienten zur Aufhellung. Außerdem wurden die Szenen meist nach dem gleichen Schema aufgezeichnet: Ein Master, also eine Totale, die Nahen (Schuss, Gegenschuss) und evtl. noch Inserts (Detailaufnahmen). Unter diesen Umständen hat es mir dann gefallen, wie Kai-Uwe Schulenburg, unser Kameramann, immer wieder spontan kreative Ideen hatte.
Trotzdem denke ich, dass das hohe Tempo und die damit verbundene Abwicklung der Einstellungen nach Schema-F der größte Feind dieser Produktion ist. Ich hatte ja mittlerweile das Glück, den Rohschnitt von vier Folgen zu sehen und gelegentlich war für mich als Cutter dann der Schnitt vereinzelt ein bisschen holprig. Das ist selbstverständlich keine Kritik an der Arbeit, die die Profis leisten sondern vielmehr ein Bedauern, dass das Budget und somit die Zeit so knapp bemessen ist. Zeit ist Geld. Vor allem beim Film.
Unter den Gegebenen Umständen kann man das Ergebnis wirklich als gelungen bezeichnen. Ich bin froh, an etwas gearbeitet zu haben, auf das man stolz sein kann.
Ich könnte jetzt noch einiges erzählen und andere Menschen dankend erwähnen, aber das würde dann den Rahmen für einen Blogeintrag definitiv sprengen. Ich habe viel gelernt und erlebt. Der einzige Wermutstropfen für mich war, dass ich mein Filmwissen und meine Fähigkeiten in dem Bereich nicht nutzen oder einbringen konnte. Auf den ersten Blick hätte man wahrscheinlich meinen können, dass ich ein blutjunger Anfänger bin. Das war jedoch ein geringer Preis dafür, bei einer vollwertigen Produktion dabei sein zu dürfen und von den "alten Hasen" lernen zu können.
Sonntag, 7. Juni 2009
Praktikum: Das Bloghaus
Hier gehts zum Blog vom Bloghaus.
Fünf Drehtage hab ich nun als Kamerapraktikant hinter mir und ich hab schon einiges darüber gelernt, wie auf einem großen Set gearbeitet wird. Bisher kannte ich ja nur kleinere Studentendrehs. Ich bin für die Monitoranlage für Regie und Script zuständig und schlage meistens die Klappe. Dabei bin ich natürlich bei allem, was direkt beim Dreh entschieden wird hautnah dabei und hab auch die Möglichkeit, mich mit allen Profis mal zwischendurch zu unterhalten. Nachdem ich anfangs noch etwas nervös war, klappt mein Job mit jedem Tag besser. Man muss schon konstant konzentriert und allzeit bereit bleiben. Morgens verlasse ich das Haus und abends fall ich ins Bett. Bin froh über die zwei Tage Pause, die wir jetzt haben.
Fehlt nur noch, dass ich mal ein Auge auf den Schnitt werfen darf. Denn da schlägt ja eigentlich mein Herz.
Mehr dazu später.
Fünf Drehtage hab ich nun als Kamerapraktikant hinter mir und ich hab schon einiges darüber gelernt, wie auf einem großen Set gearbeitet wird. Bisher kannte ich ja nur kleinere Studentendrehs. Ich bin für die Monitoranlage für Regie und Script zuständig und schlage meistens die Klappe. Dabei bin ich natürlich bei allem, was direkt beim Dreh entschieden wird hautnah dabei und hab auch die Möglichkeit, mich mit allen Profis mal zwischendurch zu unterhalten. Nachdem ich anfangs noch etwas nervös war, klappt mein Job mit jedem Tag besser. Man muss schon konstant konzentriert und allzeit bereit bleiben. Morgens verlasse ich das Haus und abends fall ich ins Bett. Bin froh über die zwei Tage Pause, die wir jetzt haben.
Fehlt nur noch, dass ich mal ein Auge auf den Schnitt werfen darf. Denn da schlägt ja eigentlich mein Herz.
Mehr dazu später.
Freitag, 29. Mai 2009
Photoshop: CD-Cover: Franz Peter Bauer
Sonntag, 24. Mai 2009
Dienstag, 19. Mai 2009
Location Scouting im Gebirge
Gabriel und ich haben uns diese "Location" für den möglichen Dreh eines Werbespots zu Übungs- und Demozwecken angesehen. Die Musik ist hoffnungslos übertrieben, aber es soll ja Spaß machen. Außerdem habe diese Schnitt sehr schnell zusammengestellt. War ein schöner Tag abgesehen vom schwierigen Gelände und vom Sonnenbrand.
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