Wissenschaft ist der Motor unserer Zivilisation. Auch wenn viele Menschen es nicht wahr haben wollen, Forschung ist die Speerspitze, die uns vor dem Rückschritt ins Mittelalter bewahrt. Was wäre unsere Welt ohne Neugier, ohne kluge Köpfe? Die gebildeten Denker sind die wahren Helden, nicht die next Topmodels, nicht die Spitzensportler, nicht die Filmregisseure. So lange sie ihre Gabe und ihr Wissen für das Gute einsetzen.
www.ted.com
Schade, dass sich nicht alle Menschen für das Streben nach Wissen begeistern können. Nicht vergessen:
"Wissenschaft ist wie Sex: Manchmal kommt etwas Nützliches dabei heraus aber das ist nicht der Grund, warum wir es betreiben."
Und als kleinen humorvollen aber auch interessanten "Aufwärmer" habe ich einen Vortrag von Al Gore ausgewählt. Er ist zwar kein Wissenschaftler, er hat jedoch den nötigen Geist. Hier also der Mann, der Präsident der Vereinigten Staaten hätte sein sollen:
Samstag, 7. Juni 2008
Freitag, 6. Juni 2008
"Warmongering"
US-Senat prangert Bushs Irak-Übertreibungen an
Wer es bis jetzt noch nicht realisiert hat, der bekommt es nun endlich schwarz auf weiß vom US-Senat vorgelegt: George Walker Bush und sein Stab haben das amerikanische Volk getäuscht. Wahrscheinlich wissentlich. Der Irak hatte keine Massenvernichtungswaffen und Verbindungen zu al-Quaida gab es nicht. Natürlich war Saddam Hussein ein gefährlicher Diktator, aber wenn das Grund genug wäre, einen Krieg zu führen, dann hätten die USA vorher in Nordkorea und in Burma einmarschieren müssen. Wer hat die USA überhaupt mit "Welt-Polizei-Vollmachten" ausgestattet? Ach ja, Gott war das.
Fünf Jahre später kann man nur eine traurige Bilanz ziehen: Tausende Tote, der Irak am kulturellen Ruin und eine Gesamtrechnung von schätzungsweise 2 Billionen Dollar (ja, richtig gehört, laut der Dokumentation "No end in sight" kostete der Irakkrieg den Staat und die US-Wirtschaft schätzungsweise fast 2.000 Milliarden Dollar.)
Heute ist der Irak dank der vermurksten und teilweise einfach nicht vorhandenen Wiederaufbaustrategie weit von so etwas wie "Normalität" entfernt.
Man kann das Rad nicht zurück drehen, was mich aber wirklich an der ach so gepriesenen Amerikanischen Gerechtigkeit und Demokratie ärgert, ist die Tatsache, dass scheinbar niemand für das Desaster gerade stehen muss, obwohl es eigentlich eine Schande für das gesamte Volk ist.
"Schlimm, schlimm." sagen wahrscheinlich viele Amerikaner kopfnickend und gucken weiter in die Röhre.
Wer es bis jetzt noch nicht realisiert hat, der bekommt es nun endlich schwarz auf weiß vom US-Senat vorgelegt: George Walker Bush und sein Stab haben das amerikanische Volk getäuscht. Wahrscheinlich wissentlich. Der Irak hatte keine Massenvernichtungswaffen und Verbindungen zu al-Quaida gab es nicht. Natürlich war Saddam Hussein ein gefährlicher Diktator, aber wenn das Grund genug wäre, einen Krieg zu führen, dann hätten die USA vorher in Nordkorea und in Burma einmarschieren müssen. Wer hat die USA überhaupt mit "Welt-Polizei-Vollmachten" ausgestattet? Ach ja, Gott war das.
Fünf Jahre später kann man nur eine traurige Bilanz ziehen: Tausende Tote, der Irak am kulturellen Ruin und eine Gesamtrechnung von schätzungsweise 2 Billionen Dollar (ja, richtig gehört, laut der Dokumentation "No end in sight" kostete der Irakkrieg den Staat und die US-Wirtschaft schätzungsweise fast 2.000 Milliarden Dollar.)
Heute ist der Irak dank der vermurksten und teilweise einfach nicht vorhandenen Wiederaufbaustrategie weit von so etwas wie "Normalität" entfernt.
Man kann das Rad nicht zurück drehen, was mich aber wirklich an der ach so gepriesenen Amerikanischen Gerechtigkeit und Demokratie ärgert, ist die Tatsache, dass scheinbar niemand für das Desaster gerade stehen muss, obwohl es eigentlich eine Schande für das gesamte Volk ist.
"Schlimm, schlimm." sagen wahrscheinlich viele Amerikaner kopfnickend und gucken weiter in die Röhre.
Mittwoch, 4. Juni 2008
Sonntag, 11. Mai 2008
Was ist mein Körper wert?
Manche würden sagen "unbezahlbar", ich sage:
$4725.00The Cadaver Calculator - Find out how much your body is worth.
Da kann ich doch stolz drauf sein! :-)
$4725.00The Cadaver Calculator - Find out how much your body is worth.
Da kann ich doch stolz drauf sein! :-)
Dienstag, 29. April 2008
Der ewige Kampf gegen die Dummheit
Eher wenige Menschen in Europa würden die Evolutionstheorie anzweifeln. Sie ist seit langer Zeit ein grundlegender Bestandteil der Wissenschaften und hilft uns, die Entstehung der Vielfalt der Arten zu verstehen. Die Evolutionstheorie wird nur deshalb als "Theorie" bezeichnet, weil sich in den Wissenschaften jederzeit neue Erkenntnisse ergeben können, die aktuelle Theorien ergänzen oder ersetzen können. Die Evolutionstheorie gilt aber in der Wissenschaft nun schon seit über 100 Jahren und seit ihrer ersten Formulierung durch Charles Darwin wurde sie regelmäßig durch neue Indizien untermauert. Inoffiziell, mit Hilfe der Genetik, kann die Evolutionstheorie praktisch als bewiesen betrachtet werden.
In Amerika jedoch versucht die Kirche unter dem Deckmantel des "Kreationismus", die Evolutionstheorie als lückenhafte Vermutung darzustellen. Im Biologieunterricht müsse auch die Theorie eines "Intelligenten Designers" (=Gott) gelehrt werden.
Zu diesem Thema gibt es einige interessante Videos auf YouTube. "Thunderh00f" veröffentlicht zum Beispiel eine ganze Reihe mit dem Titel "Why people laugh at creationists?" Hier der Link zu seinem Profil.
Ein Auszug aus dieser Serie:
Kreationismus sollte zu keiner Zeit unterschätzt werden! Ginge es nach den "Kreationisten", würden die Menschen nur ein wissenschaftliches Buch lesen: Die Bibel. Und die Bibel hat so viel mit Wissenschaft zu tun, wie eine Kirche mit einem Chemielabor. Es liegt nicht in meiner Absicht, die Kirche zu kritisieren, oder den Glauben an Gott als falsch darzustellen, ich bin kein Theologe. Was passieren kann, wenn sich Theologen in die Wissenschaft einmischen, fasst wiederum Thunderf00t recht anschaulich zusammen:
Wir dürfen nie den Fehler machen, zu glauben, dass sich der aktuelle Bildungsstand der Bevölkerung nicht verschlechtern kann. Die Wissenschaften und Bildungsinstitutionen müssen auch in der "modernen" Welt weiterhin gegen Dummheit und Ignoranz kämpfen. Bildung ist genau so in beständiger Gefahr wie Demokratie und Redefreiheit. Denn dumme Menschen sind leichter zu kontrollieren.
In Amerika jedoch versucht die Kirche unter dem Deckmantel des "Kreationismus", die Evolutionstheorie als lückenhafte Vermutung darzustellen. Im Biologieunterricht müsse auch die Theorie eines "Intelligenten Designers" (=Gott) gelehrt werden.
Zu diesem Thema gibt es einige interessante Videos auf YouTube. "Thunderh00f" veröffentlicht zum Beispiel eine ganze Reihe mit dem Titel "Why people laugh at creationists?" Hier der Link zu seinem Profil.
Ein Auszug aus dieser Serie:
Kreationismus sollte zu keiner Zeit unterschätzt werden! Ginge es nach den "Kreationisten", würden die Menschen nur ein wissenschaftliches Buch lesen: Die Bibel. Und die Bibel hat so viel mit Wissenschaft zu tun, wie eine Kirche mit einem Chemielabor. Es liegt nicht in meiner Absicht, die Kirche zu kritisieren, oder den Glauben an Gott als falsch darzustellen, ich bin kein Theologe. Was passieren kann, wenn sich Theologen in die Wissenschaft einmischen, fasst wiederum Thunderf00t recht anschaulich zusammen:
Wir dürfen nie den Fehler machen, zu glauben, dass sich der aktuelle Bildungsstand der Bevölkerung nicht verschlechtern kann. Die Wissenschaften und Bildungsinstitutionen müssen auch in der "modernen" Welt weiterhin gegen Dummheit und Ignoranz kämpfen. Bildung ist genau so in beständiger Gefahr wie Demokratie und Redefreiheit. Denn dumme Menschen sind leichter zu kontrollieren.
Montag, 21. April 2008
Sind Videospiele Kunst?
Das Thema wurde bereits vor einiger Zeit von N´Gai Croal in dem Newsweek-Blog "Level Up" behandelt. (http://www.blog.newsweek.com/blogs/levelup/)
Ich halte es für eine berechtigte Frage, jedoch eine falsch formulierte. In der Postmoderne, wo "sowieso alles" als Kunst bezeichnet werden kann, wäre es geradezu lächerlich, Videospiele nicht mit einzubeziehen. Wie könnte etwas, das Grafiken, Animationen und Geschichten enthält NICHT Kunst sein?
Als ich neulich jedoch "Metal Gear Solid 2" durch spielte, erinnerte es mich daran, wie selten man ein Spiel spielt, welches über simplen Zeitvertreib hinaus geht. Spiele, die den Horizont erweitern, die den Geist zum Nachdenken anregen, die neue Perspektiven vermitteln, gibt es leider sehr, sehr wenige. Vielleicht gehören "Metal Gear Solid 2" und 3 dazu. Vielleicht "Portal". Vielleicht "Half-Life 2". Vielleicht ein paar der "Final Fantasy" Spiele. Vielleicht "Fahrenheit".
Die meisten dieser Ausnahmen erreichen diesen Status eigentlich auch nur, in dem sie das Medium Film in hervorragenden Zwischensequenzen nachahmen. Die wenigsten Spiele, die eine Geschichte erzählen, nutzen tatsächlich das Medium aus und verändern sich entsprechend den Entscheidungen die der Spieler trifft. Meistens folgt man einem vorgegebenen Pfad. Der Aspekt der INTERAKTIVITÄT dient lediglich als Lückenfüller zwischen den Filmsequenzen, anstatt das Medium und die Erzählform zu definieren.
Noch nie hat mich ein Spiel zum Weinen gebracht und das finde ich in so fern enttäuschend, dass das Medium nun schon über 20 Jahre existiert. Das Argument, dass die Spielentwicklung noch in den Kinderschuhen steckt, kann man einfach nicht mehr gelten lassen. Trotz Millionenbudgets haben die meisten Spiele, sogar die teuren "Tripple-A Titles" immer noch eine Story, die gerade noch für einen B-Movie gut genug wäre. Schade, denn ich sage diese Dinge nicht, weil ich etwas gegen Videospiele habe, im Gegenteil: Ich spiele gerne und deshalb frustriert es mich, dass nur ein Bruchteil aller Spiele das Potenzial des Mediums ausschöpfen oder erforschen.
So bleiben Videospiele das Kaugummi fürs Gehirn und die spärlichen Ausnahmen erinnern uns einmal im Jahr daran, was eigentlich möglich wäre.
Fast alle Spiele sind Kunst.
Fast keine Spiele sind wertvoll.
Ich halte es für eine berechtigte Frage, jedoch eine falsch formulierte. In der Postmoderne, wo "sowieso alles" als Kunst bezeichnet werden kann, wäre es geradezu lächerlich, Videospiele nicht mit einzubeziehen. Wie könnte etwas, das Grafiken, Animationen und Geschichten enthält NICHT Kunst sein?
Als ich neulich jedoch "Metal Gear Solid 2" durch spielte, erinnerte es mich daran, wie selten man ein Spiel spielt, welches über simplen Zeitvertreib hinaus geht. Spiele, die den Horizont erweitern, die den Geist zum Nachdenken anregen, die neue Perspektiven vermitteln, gibt es leider sehr, sehr wenige. Vielleicht gehören "Metal Gear Solid 2" und 3 dazu. Vielleicht "Portal". Vielleicht "Half-Life 2". Vielleicht ein paar der "Final Fantasy" Spiele. Vielleicht "Fahrenheit".
Die meisten dieser Ausnahmen erreichen diesen Status eigentlich auch nur, in dem sie das Medium Film in hervorragenden Zwischensequenzen nachahmen. Die wenigsten Spiele, die eine Geschichte erzählen, nutzen tatsächlich das Medium aus und verändern sich entsprechend den Entscheidungen die der Spieler trifft. Meistens folgt man einem vorgegebenen Pfad. Der Aspekt der INTERAKTIVITÄT dient lediglich als Lückenfüller zwischen den Filmsequenzen, anstatt das Medium und die Erzählform zu definieren.
Noch nie hat mich ein Spiel zum Weinen gebracht und das finde ich in so fern enttäuschend, dass das Medium nun schon über 20 Jahre existiert. Das Argument, dass die Spielentwicklung noch in den Kinderschuhen steckt, kann man einfach nicht mehr gelten lassen. Trotz Millionenbudgets haben die meisten Spiele, sogar die teuren "Tripple-A Titles" immer noch eine Story, die gerade noch für einen B-Movie gut genug wäre. Schade, denn ich sage diese Dinge nicht, weil ich etwas gegen Videospiele habe, im Gegenteil: Ich spiele gerne und deshalb frustriert es mich, dass nur ein Bruchteil aller Spiele das Potenzial des Mediums ausschöpfen oder erforschen.
So bleiben Videospiele das Kaugummi fürs Gehirn und die spärlichen Ausnahmen erinnern uns einmal im Jahr daran, was eigentlich möglich wäre.
Fast alle Spiele sind Kunst.
Fast keine Spiele sind wertvoll.
Montag, 31. März 2008
Geschichten in Serie

Angus MacGyver, Michael Knight, das A-Team und all die Serienkollegen ihrer Zeit erlebten ihre Abenteuer immer im gleichen Zeitraum: 45 Minuten. Wenig Zeit um Charaktere einzuführen, den Konflikt zu definieren und zu lösen. Jede Folge stand für sich allein, eine Episode zu versäumen war nicht so schlimm, schließlich änderte sich nie etwas, vor allem nicht die Charaktere. Alles schön und gut, es hat ja auch etwas Beruhigendes, zu wissen, dass MacGyver immer der gleiche coole Typ bleibt. Aber gleichzeitig ist es auch oberflächlich. Woher kamen unsere Helden? Wohin würden sie eigentlich gehen? Sie bekämpften einen scheinbar endlosen Strom von gesichtslosen Bösewichten und waren am Ende der Serie keinen Schritt voran gekommen.

Spätestens mit Anbruch des neuen Jahrtausends wurde in der Serienwelt alles ins Gegenteil gekehrt. Plötzlich verfolgen wir ein Ziel. In „Lost“ wartet das Geheimnis der Insel darauf, aufgedeckt zu werden, in „Heroes“ muss New York vor einer atomaren Explosion gerettet werden und die „Battlestar Galactica“ versucht eine neue Heimat in Sicherheit vor den Zylonen zu finden. Jede Episode erzählt uns mehr über die Hintergrundgeschichte der Charaktere oder bringt Entscheidungen mit sich, die schwerwiegende Folgen für den Verlauf der Geschichte haben werden. Hat man sich einmal darauf eingelassen, ist das unglaublich spannend. Denn je länger die Geschichte dauert, desto mehr wachsen einem die Helden ans Herz. Im Gegensatz zu den „alten“ Serien kann man nie wissen, wie die Folgen und Staffeln enden. Cliffhanger sind so gut wie garantiert. Schließlich soll der Zuschauer wissen wollen, wie die Saga weitergeht.
Eine Zug-Bekanntschaft teilte mir heute mit, dass sie sogar ihre Mutter mit dem „Lost“-Fieber angesteckt hat. Wenn das mal kein Zeugnis für gutes Geschichtenerzählen ist!
Alle oben genannten Serien kann ich empfehlen, am besten natürlich auf DVD (ohne lästige Werbeunterbrechungen und Warten auf die nächste Folge) und im Originalton. Aber Vorsicht: Suchtgefahr!
Abonnieren
Posts (Atom)